Lass uns ein Gedankenexperiment durchführen:

Angenommen, du hast eine Idee, die dein Unternehmen oder deine Abteilung weiter bringt. Du findest die Idee großartig und möchtest sie unbedingt umsetzen. Du bist davon überzeugt. Warum ist da eigentlich vorher niemand drauf gekommen?

Du hast zwei Möglichkeiten:Variante 1: Du machst einfach mal, du beginnst damit, deine Idee zu realisieren. Stück für Stück und genau so, wie du es dir vorgestellt hast. Es passt, es läuft , das Leben ist schön und die Kollegen fragen sich, warum ist eigentlich vorher niemand drauf gekommen?

Variante 1a: Du machst einfach mal, aber es läuft nicht so, wie du es dir vorgestellt hast, es gibt Schwierigkeiten, die Kollegen ziehen nicht mit, das gewünschte Ergebnis bleibt aus. Du wirst zum Chef zitiert, der dich fragt, wie du eigentlich auf diesen schmalen Pfad gekommen bist, so eine Idee im Alleingang umzusetzen. Was bleibt, sind deine Rechtfertigungen und eine Entschuldigung. Aber du hast es versucht und bist auch ein bisschen stolz.

Variante 2: Du stellst bei nächster Gelegenheit deine Idee vor und kassierst eine Ablehnung oder ein „Aber“. Sei es für die Idee selbst oder einfach nur deshalb, weil du sie vorgestellt hast. Auf jeden Fall wird dein Vorschlag abgelehnt , sei es mit den Worten: Das haben wir noch nie so gemacht oder alternativ: Das haben wir schon versucht und es hat damals auch nicht funktioniert. Wie auch immer, am Ende wirst du deine Idee nicht umsetzen können, zumindest nicht in der Weise und der Geschwindigkeit, wie du es dir gewünscht hast.

Welche Möglichkeit ist die bessere? Einfach mal machen, es könnte ja gut werden, oder um Erlaubnis fragen und die Idee begraben müssen.Wie haltet ihr das?


Das Zitat stammt übrigens von  Willy Meurer, (1934 – 2018), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto

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