Scheitern trägt selbst in der Gegenwart immer noch den Makel der allumfassenden Niederlage – speziell in Deutschland ist die Meinung weit verbreitet, dass wir gleich beim ersten Anlauf erfolgreich sein müssen. Wer einmal scheitert, ist für immer verloren. Unwiederbringlich und allumfassend. Eine Fehleinschätzung, wie uns Jochen Mai, Gründer der Karrierebibel beweist:


Schöner Scheitern: Erfolg ist, was wir daraus machen.


Es geht nicht um den Umstand als solchen, sondern darum, wie wir darüber denken: Die Art und Weise, wie wir Tatsachen bewerten und wie wir damit umgehen. Man erinnert sich an den einstigen Slogan der Beton-Industrie „Es kommt darauf an, was man daraus macht.“

Tja, das klingt verdammt nach 2. Semester Psychologie-Studium, dennoch ist etwas Wahres dran. Verliere ich meinen sicheren Job, befinde ich mich nach der ersten Schockstarre in einer dauerhaften Lähmung oder wende ich mich der Chance zu, die darin verborgen liegt? Vielleicht denke ich schon darüber nach, mich selbständig machen. Hat mir nur ein Tritt in den Allerwertesten gefehlt, denselben endlich hoch zu kriegen und mein Leben selbst in die Hand zu nehmen?
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